Dienstag, 2. Januar 2018

himmel

vor dem fenster
tiefschwarze nacht

draussen jedoch
eine palette aus preußischblau, peynesgrau und schwarz
rote lichtpunkte, paarweise schwebend
(die türme, die den flugverkehr warnen sollen "hier nicht zu tief")

der zug ein leuchtendes band

im südosten fließt wässrig türkis aus
schwemmt zwischen die regenwalzen
einen hauch ultramarin

unten ich
ameise auf rädern
die sich gegen den wind stemmt

lungen voll frühlingsluft

alle pfützen streben mit langen armen dem fluß zu

3.januar 2018  böig  8°C

Kommentare:

  1. Feinste Stadtlyrik!
    Und während du schon wieder mit langen Armen strebend unterwegs bist, liege ich immer noch in der Matrazengruft 😉
    LG
    Astrid

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  2. Wie sieht Deine Lyrik denn bloß zur vergangenen Nacht aus? Oder habt Ihr vom Sturm gar nichts mitbekommen? Bei uns hat's geplästert, gewindet, gedonnert, geblitzt - wie gut, dass ich in meinem warmen Bettchen liegen bleiben konnte und erst später raus ins Grau muss.
    Liebe Grüße von Frau Frosch an Frau Ameise

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  3. Hier war, ist nix, nur Grau und Regen... Schön in Worte gefasst... ;-) Du, sag mal, ich hätte noch eine Tauschkarte aus der Adventspost für dich, magst du sie haben? Oder ist dein Projekt daraus schon fertig? So langsam wacht nämlich mein strukturiertes Hirn auch wieder auf nach zwei Wochen Infekt ;-( Liebe Grüße Ghislana

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  4. deine worte, deine sätze begeistern mich ebenso wie deine bilder. beperlte schwanenfeder an der papierfabrik spektakelt sich durch blaue wolkenseen und lachende sonnen und fliegt wässrig weiss gen frühlingserwachen... neu interpretiert von mir ;))!
    ich wünsche dir ein wunderbares neues jahr voll von herrlichen inspirationen, kleinen wundern und vielen kreativitätsschüben!
    liebe grüße
    mano

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  5. ...bei euch muß es ja noch viel mehr gestürmt haben, liebe Eva,
    was man im Radio so hört...und bei uns war es eigentlich schon genug...und da bist du noch mit dem Fahrrad unterwegs? und kannst um dich schauen und so trefflich in Worte fassen, was du siehst...schön,

    liebe Grüße Birgitt

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  6. Dich bläst kein Sturm so schnell um, nicht wahr!
    Wie wunderbar du wieder mit Worten gemalt hast, eine große Gabe!
    LG Ulrike

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  7. Wie ich sehe, beginnt das Jahr grau-blau und so schön zu lesen. Eine Gabe!
    Du hattest mich nach der Nadeflasche im Streifenpost gefragt, ich habe es nicht vergessen.
    Das ist eine Plastikflasche mit einem Kanülenaufsatz, so dass man durch Druck auf die Flasche feine Linien schreiben kann.Ursprünglich wohl für Aromen bei E-Zigaretten.
    Viele Grüße, Karen

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Wie war das - für Blogger sind Kommentare wie der Applaus im Theater - na denn, tut Euch keinen Zwang an! Ihr dürft pfeifen, trommeln, Rosen werfen, klatschen.... mit Euren Kommentaren isses hier nicht so einsam. Danke!